Welches Fahrzeug soll’s den sein?

Beim Reisen mit Kindern in Australien ist die Wahl des richtigen Fahrzeuges ziemlich schwierig. Es gibt eine grosse Auswahl an verschiedenen Fahrzeugen, die perfekte Kombination gibt es aber unserer Meinung nach (noch) nicht. Vorweg muss gesagt sein, dass für uns grundsätzlich nur 4WD Fahrzeuge in Frage gekommen sind. Wer hauptsächlich auf geteerten Strassen unterwegs sein wird, ist mit einem 2WD der bekannten Vermieter (Britz, Maui, Apollo & Mighty) sicherlich gut bedient.

Unsere Kriterien waren die folgenden:
– Dachzelt (wenn möglich zwei oder wenigstens Schlafmöglichkeiten für 4 Personen)
– Bergungsausrüstung
– integrierte Küche mit gutem Kühlschrank
– Zweitbatterie
– Bullbar & Schnorchel

Letztendlich haben wir uns für den Toyota Hilux von TravelCarCentre (TCC) entschieden. Ausschlaggebend waren eigentlich die guten Erfahrungen mit TCC bisher sowie den Schlafmöglichkeiten für 4 Personen.

Der Toyota Hilux hat ein Dachzelt für zwei Personen. Ausserdem bietet er im Vorzelt, welches ganz einfach mit einem Reissverschluss ans Dachzelt gekoppelt wird, zwei weitere Schlafplätze. Er verfügt über einen grossen Kühlschrank, eine in einer Schublade eingebaute Küche mit Abwaschbecken und zwei Kochplatten.

Grundsätzlich: Wir waren mit dem Fahrzeug wirklich SEHR zufrieden. Bei einer weiteren Australienreise müsste das für uns perfekte Fahrzeug aber folgende Kriterien erfüllen:
– Toyota Landcruiser (mehr Bodenfreiheit) mit Schnorchel, Bullbar, Seilwinde, MAXTRAX, Zweitbatterie und Wasserhahn aussen    (Damit der Schlauch auf Plätzen ohne Dusche als solche benutzt werden kann.)
– Zwei Dachzelte (Yulara, Gordigear)
– Integrierte Küche
– Vorzelt
– Zwei Ersatzreifen

Und das sind unsere Gründe:

Bei der Fahrt durch den Finke River sind wir mit der doch geringeren Bodenfreiheit des Hilux ab und zu an die Grenzen gestossen. Der Bushcamper (ebenfalls bei TCC gemietet) meiner Eltern hatte gerade bei hohen Steinen und Felsen deutlich weniger Mühe. Schnorchel und Bullbar sind unseres Erachtens auf der von uns befahrenen Route zwingend, die Seilwinde schon eher Luxus resp. Zeitersparnis beim ausbuddeln aus dem Sand. Fehlt jedoch der Baum oder ein anderes Fahrzeug in der Nähe nützt auch die Seilwinde nichts. Darum wären MAXTRAX sicherlich wünschenswert.

Zwei Dachzelte wären ideal gewesen, da dass aufbauen des Vorzeltes inkl. Boden doch zusätzlich Zeit in Anspruch nimmt. Ausserdem macht das tägliche Aufblasen und wieder Aufrollen der Luftmatratzen nicht sonderlich Spass. (Wer unserem Blog gefolgt ist, wird bereits wissen, dass wir uns aus Faulheit einen Doppelswag gekauft haben). Die Dachzelte müssten vorzugsweise auch von bekannten Herstellern sein. Der Hersteller des Dachzeltes auf dem Hilux liess sich nicht eruieren. Das Zelt hatte jedenfalls in den Ecken und beim Einstieg Stellen, welche sich nicht ganz verschliessen liessen. Erwähnenswert hierbei ist, dass nicht die im Vorfeld gefürchteten Spinnen zum Problem wurden, sondern die Moskitos.

Mit zwei kleinen Kindern ist man grundsätzlich froh, wenn man nicht auf dem Tisch kochen muss. So ein Campingtisch ist wahnsinnig schnell umgestossen und wir hätten wohl ein paar Mal mit knurrendem Magen zu Bett gehen müssen.

Nun fragt man sich, weshalb man ein Vorzelt braucht, wenn man ja doch nicht drin schläft: Bei Regen ist es halt schon praktisch, wenn man irgendwo ein trockenes Plätzchen findet. Auch wenn dies nur dreimal der Fall war. Zudem wäre das Kochen in Coral Bay wegen des starken Windes gar nicht möglich gewesen.

Wir haben die Ersatzreifen zum Glück nicht gebraucht, aber für den Fall der Fälle sind zwei sicherlich besser als einer.

In der angefügten Tabelle gibt es Informationen zu den gefahrenen Kilometern und dem Treibstoffverbrauch.

Treibstoff & Kilometer